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zip-fm 16.12.2003

        
  im internen Bereich Warum befindet sich dieser Beitrag im internen Bereich? Dass freie-radios.net einen internen Bereich einführen musste ist der Copyright-Rechtslage in diesem Land geschuldet: Auch Radiobeiträge im nichtkommerziellen Bereich werden von der Unterhaltungsindustrie nicht als Kultur-, sondern als Wirtschaftsgut betrachtet. AutorInnen dürfen ihre Sendungen/Beiträge deshalb nur dann freischalten, wenn sie keine "Gema-Musik" beinhalten.
Vielleicht wendest du dich direkt an die AutorInnen und fragst dort nach; sie hätten zukünftig die Möglichkeit, beispielsweise Musik zu verwenden, die unter einer geeigneten Creative-Commons-Lizenz (http://de.creativecommons.org/) steht und dann die Beiträge/Sendungen frei zugänglich zu machen.

MitarbeiterInnen Freier Radios können über den internen Bereich unverändert Beiträge über den Sendungsaustausch herunterladen.
Brief description 1.Studi-Demo Frankfurt 2:03
2.Studi-Demo Berlin 9:10
3.Aktionstag gegen Sozialkahlschlag in Thüringen 18:05
4.Worübli 24:30
Type Anderes
Language deutsch
Subject area Politics/Information
Series zip-fm - Gesamtsendung
Production Date 16.12.2003
Author/s ak/rdl
Radio Radio Dreyeckland, Freiburg 102,3 MHz
Adlerstr. 12
79098 Freiburg
fon: 0761/30407, fax: 0761/31868
info(at)rdl.de
Length 29:21 minutes
Name/Size 20031216-zip-05690.mp3 / 14089 kB
File type MPEG-1 Layer 3, 64 kbit/s, Mono, (44100 kHz)
Date 16.12.2003/14:05
Lizenz keine
Script Hallo und herzlich willkommen zu zip-fm, erste Sendung in unsrer letzten Woche für dieses Jahr. Freitag dieser Woche dann die letzte Ausgabe, dann hört ihr uns erst wieder ab 13. Januar.
Und heute? Eine eher aktionsbezogene Sendung, muss euch zu Beginn kurz von ein paar Sätzen eines Genossen aus Argentinien berichten. Der fand das so unverständlich, dass hierzulande alle mit eher hängenden Mundwinkeln rumlaufen, überall würde gekürzt und man könne sich kaum wehren gegen die Angriffe auf soziale Standards. Für ihn unverständlich, weil doch - er war erst ein paar Stunden hier – 100.000 Leute in Berlin auf die Straße gingen. Ein paar Tage später nahm er an der Besetzung von Uni-Räumen in Nordrheinwestfalen statt, dort gings um Gelder-Kürzungen. Dann erfuhr er von gewerkschaftlichen Protesten und von Castor-Blockaden. Kurzum, er meinte: „Hier tut sich doch total viel.“ Aber – seufzten dann Leute von hier: „Greift doch alles so kurz“, „sind doch so wenige“ und: „vieles so unpolitisch“. Tja, ist das Glas halb voll oder halb leer? Bei ihm zu Hause, in Argentinien, ists jedenfalls auch nur ein knappes Prozent der Bevölkerung, das sich das Fell nichtmehr über die Ohren ziehen läßt und auf den Putz haut.

Nun denn, heute jedenfalls ein Blick nach

1.Frankfurt: Studierenden-Demo gegen Kürzungen im Bildungsbereich
2.dann nach Berlin: das selbe Thema, beides Berichte vom vergangenen Samstag.
3.Als drittes ein Blick nach Thüringen, dort war letzte Woche "Aktionstag gegen Sozialkahlschlag".
4.Und zum Schluß dann weniger aktionistisch: der Wochenrückblick.


Vergangenes Wochenende also Demonstrationen gegen Kürzungen an den Unis, in Leipzig mit rund 20.000 TeilnehmerInnen, in Berlin waren es gut doppelt so viele, in Frankfurt dagegen ne Ecke weniger. Gut, in Frankfurt war das Wetter ausnehmend eklig, vielleicht machte sich auch - nach wochenlangen Streiks – Aktionsmüdigkeit bemerkbar? Trotzdem spricht der Frankfurter AstA von einem „vollen Erfolg“, schließlich war der Protestmarsch - mit Trillerpfeifen und Trommeln – unüberhörbar. Parolen waren recht unterschiedlich. Etwa »Wer Bildung kürzt, wird Dummheit ernten«. Hört sich vielleicht nicht grad wie eine Drohung an – etwa für jemanden wie den hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch, der dann allerdings – auf einem anderen Transparent wüst bedroht wurde mit der Parole: »Roland Koch ins Bildungsloch«. Aus Frankfurt ein kleiner Stimmungsbericht von einer Demonstrantin.



Es waren mehrere zehntausend Demonstrierende, die trotz Regen und Kälte am Samstag lautstark und mit kämpferischen Losungen durch die Berliner Innenstadt zogen. Zur Demonstration aufgerufen hatten das Bündnis gegen »Bildungs- und Sozialkahlschlag«, der DGB-Landesverband Berlin/Brandenburg sowie zahlreiche von Kürzungen betroffene Initiativen. »Morgen Kinder wird?s nix geben«, war auf einem der vielen Plakate zu lesen. »Wir können auch anders - für Umverteilung von oben nach unten«, auf einem anderen.
Helga Adler, Sprecherin des Berliner Frauennetzwerks, sagte: »Wir können unsere Arbeit einstellen, die Frauenhäuser schließen und betteln gehen. Der rot-rote Senat soll sich endlich zu seiner wahren Farbe bekennen: Schwarz.«
Worum gings – fragte Kyra von der zip-fm-Redaktion in Berlin einen der Aktiven.


Letzte Woche Donnerstag war in Thüringen "Aktionstag gegen Sozialkahlschlag". Was daraus geworden ist, was schlussendlich stattfand und was die Forderungen bei diesem Aktionstag waren: Das fragte Wera von Radio Dreyeckland aus Freiburg Michel, der selbst bei der Demonstration in Erfurt dabei war.

Und auch diesen Dienstag zum Schluß von zip-fm: Der Wochenrückblick von Radio Z aus Nürnberg. Diese Woche zur Wahl des Rechtspopulisten Blocher in der Schweiz, zu den Wahlen in Russland; oder auch zur Entscheidung eines bayerischen Richters zum sexuellen Mißbrauch an Kindern sozial schwacher Familien.

Das wars für heute, schönen Dank fürs zuhören, morgen gibt's wieder ne Sendung. Wir planen Beiträge zum innigen Verhältnis hiesiger Prominenter zu den Schergen der argentinischen Militär-Junta sowie zu der Frage, was sich Arbeitsämter eigentlich alles gegenüber Arbeitslosen rausnehmen. Bis morgen also!

 
                
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