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zip-fm 22.03.06

        
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Brief description 1. Verkauf von 48.000 kommunalen Wohnungen
2. OSZE- Wahlbeobachter zur Wahl in Weißrussland
3. Eva Haule (Gefangene aus der RAF) droht Beugehaft
4. Die Flucht übers Meer endet oft tödlich
Type Magazin
Language deutsch
Subject area
Series zip-fm - Gesamtsendung
Production Date 22.03.2006
Author/s wolli
Radio Radio Unerhört Marburg (RUM) 90,1 MHz
Rudolf-Bultmannstraße 2b
35039 Marburg
fon: 06421/683265, fax: 06421/961995
mail(at)radio-rum.de
Length 30:00 minutes
Name/Size 20060322-zipfm2203-12035.mp3 / 14064 kB
File type MPEG-1 Layer 3, 64 kbit/s, Mono, (44100 kHz)
Date 26.01.2008/21:17
Lizenz
Creative-Commons
Nichtkommerziell, Bearbeitung erlaubt, Weitergabe unter gleicher Lizenz erwünscht.
Creative-Commons Lizenzvertrag
Script Hallo und willkommen zum 581. zip-fm. Diesmal von Radio Unerhört Marburg.

Wenn mensch für die heutigen Themen des zip-fm einen Oberbegriff suchen muss, kann schon mal das Wort Verbrechen fallen. Als solches geahndet mit Knast wurden die Taten der RAF. Um deren erneute Aufarbeitung geht es heute im 3. Beitrag. Als Verbrechen bezeichnet wird schon auch mal die Wahl in Weisrussland, ob sie jemals geahndet wird, … mehr im 2. Beitrag. Vorgagen wird aber von Staatsseite sicher nicht gegen die Verantwortlichen für die zur Zeit täglich ca. 13 toten Flüchtlinge, die an den Kanarischen Inseln angeschwemmt werden.

Anfangen wollen wir aber heute mit dem Verkauf von 48.000 kommunalen Wohnungen in Dresden.
Seit einigen Jahren ist davon die Rede, dass Kommunen ihr Tafelsilber verscherbeln. In Dresden ging es nun nicht um das Tafelsilber, sondern, um im Bild zu bleiben, es wurde das ganze Geschirr samt dem Küchenbuffet verkauft. In der vergangenen Woche hat eine Mehrheit im Dresdnder Stadtrat beschlossen, sämtliche rund 48.000 Wohnungen der kommunalen Wohnungsbaugenossenschaft zu verkaufen. Einer der damit gar nicht einverstanden ist, ist der Grüne Stadtrat und Mitinitiator eines Bürgerbegehrens gegen den Verkauf, Jens Hoffsommer. Mir ihm sprach Radio FREI aus Erfurt.

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Mehr als 400 Wahlbeobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) sowie weitere ehrenamtliche aus Weißrussland selbst und auch aus anderen GUS-Staaten haben die Präsidentschaftswahl in Weißrussland beobachtet. Manfred Grund war, wie auch schon im Jahr 2004 beim Referendum, als Beobachter für die OSZE dabei. Andrea Seifert von Radio Corax aus Halle hat ihn nach seinen Eindrücken von der Wahl und dem Wahlabend in Minsk befragt.

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Die RAF hat sich zwar schon längst selbst aufgelöst, juristisch wird aber immernoch darum gerungen.
So auch im Fall von Eva Haule . Sie wurde 1986 verhaftet erst zu 15 Jahren, dann zu lebenslänglich verurteilt. Nach insgesammt 21 Jahre Haft könnte sie 2007 wieder frei kommen. Seit 2004 hat sie Freigang, d.h. sie kann tagsüber das Gefängnis verlassen. Als Freigängerin kann sie daher eine Ausbildurg absolvieren. Dies alles ist nun gefährdet, denn sie soll in Beugehaft um Ausagen zu den alten Fällen der RAF zu machen. Das Freie Senderkombinat Hamburg befragte dazu ihren Anwalt Wolfgang Kaleck.

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Nach üblicher Lesart werden der RAF 34 Tötungen zugeordnet und 20 RAF-Mitglieder sind ums Leben gekommen.
Um andere Dimensionen geht es nun. Seit Anfang des Jahres sind auf den Kanarischen Inseln ca. 1000 tote Flüchlinge an den Stränden aufgefunden worden; das sind ca. 13 Tote täglich, alleine auf den Kanaren, und nur die, die auch gefunden wurden.
„Wir finden immer einen Weg" sagen viele Flüchtlinge aus Schwarzafrika, die versuchen nach Europa zu gelangen. Und in diesen Tagen wird nur allzu deutlich, dass das stimmt. Und dass sie ihre Flucht unter allen noch so gefährlichen Umständen wagen. Seit Marokko seine Grenzen hochgesichtert hat, begeben sich Flüchtende aus Afrika auf eine neue Route.
Gegen die neue Route ist die frühere Seestrecke über Gibraltar ein Katzensprung. Etwa 800 Kilometer sind die Flüchtlinge ab Mauretanien unterwegs, in Nussschalen, die nicht hochseetauglich sind, über hohe See Richtung Kanaren. Nach Angaben des Roten Halbmonds (Mauretanien) sind allein in vergangenen Monaten weit mehr als 1.000 AfrikanerInnen ums Leben gekommen. Fast die Hälfte erleidet Schiffbruch, wird geschätzt, letzte Woche wurden knapp 100 Tote geborgen. Doch niemand kann sagen wieviele Menschen wirklich bei der Flucht starben, denn die Dunkelziffer ist hoch.
Die spanische Regierung gibt offen zu, daß die Flüchtlinge schlicht ihre Routen geändert haben, weil Marokko stärker gegen sie vorgeht. Früher hatten sie es über die Meerenge von Gibraltar versucht, die mit einem elektronischen Abwehrsystem ausgestattet wurde. Danach probierten viele den Weg über die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla in Marokko.
Nun hat sich die Hafenstadt Nuadibu zu einem der Hauptablegeplätze für Flüchtlingsboote entwickelt und Mauretanien wandte sich mit einem Hilferuf an die EU und an Spanien.
Das Phänomen der heimlichen Migration über Mauretanien ist nicht vollkommen neu. Im vergangenen Jahr sind nach mauretanischen Angaben 3900 Menschen festgenommen worden, die in Richtung Kanaren in See stechen wollten. Doch seit Januar hat sich die Lage nun dramatisch verschärft.
Viola Hoppe lebt ebenfalls als Migrantin auf den Kanaren – sie kam allerdings vor 15 Jahren aus Nürnberg auf die Inseln. Zwar ebenfalls auf dem Weg über Afrika, aber mit elektronischen Abwehrsystemen war sie dabei freilich nicht konfrontiert gewesen.
Maike Dimar von Radio Z aus Nürnberg sprach mit der Wahlkanarin über das Drama in den kanarischen Gewässern:

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Das wars auch schon für heute. Wer mehr hören will, sei wie üblich auf unsere Webseiten zip-fm.net oder freieradios.net verwiesen. Und Morgen gibt es natürlich auch wieder ein zip-fm aus Nürnberg.
Und ich wünsche euch noch einen schönen Tag.

 
                
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